Mittwoch, 25. Januar 2012

Auswirkungen des Wechsels von Kalt- und Warmfronten - Teil 1

Seit einer Woche gab es in Summe vier Mal (!) einen Wechsel des Frontensystems von Warm- zu Kaltfront. In Nordtirol ist dadurch wieder viel Neuschnee hinzugekommen. Die vorerst letzten größeren Neuschneesummen finden Sie auf unserer Schneehöhenkarte:

 

Differenz der Gesamtschneehöhe der vergangenen 48 Stunden. Die Neuschneesummen waren etwas höher, weil in der Karte die Setzung der Gesamtschneedecke einbezogen ist.

 

Eindrucksvolle Bilder zur Situation...

 

Große Schneemengen u.a. in Fieberbrunn (Foto vom 24.01.2012)

 

Viele Dächer müssen vom Schnee befreit werden, der v.a. auch durch den massiven Regeneinfluss vom 19.01. und 21.01. auf den 22.01. sehr schwer wurde.

 

 

Viel Arbeit... (Fieberbrunn, am 24.01.2012)

 

Fast der gesamte Neuschnee vom 20.01. auf den 21.01. wurde in den Tälern Nordtirols „weggeregnet".

 

Foto vom 21.01.2012 im Inntal (bevor es zu regnen begonnen hat...).

 

Foto vom 22.01.2012 im Inntal (...nach dem Regen!)

 

Lawinen gingen v.a. während des Regens ab (Nassschneerutsche und Gleitschneelawinen). Einzelne, auch größere Lawinen wurden v.a. am 21.01. nachmittags beobachtet (u.a. Arlberggebiet aus nordseitigem Kar). Auch waren die Sprengerfolge um diese Zeit sehr erfolgreich (u.a. Stubaier Gletscher).

 

Nassschneerutsche aus felsdurchsetztem Gelände am 21.01. und 22.01. (Leutasch - Foto vom 23.01.2012)

 

Gleitschneelawinen gingen v.a. während des Regens ab (Kappl, Foto vom 23.01.2012)

 

n Summe war die Lawinenaktivität jedoch eher gering, was auch ein deutliches Zeichen für die allgemein recht stabile Schneedecke ist.

Auch im extrem steilen Gelände konnte man meist keine Lawinenabgänge beobachten (Imst, am 22.01.2012)

 

Die großen Schneehöhen bedingen auch, dass einige Lawinenverbauungen teilweise überschneit wurden. Wichtig zu erwähnen ist, dass es sich dabei um meist kleine Teilbereiche handelt. In den allermeisten Fällen sind Verbauungen zu ca. 2/3 verfüllt und haben somit noch genügend Kapazität für weitere Schneefälle. Die gute Nachricht: Die Schneedecke wird sich während der kommenden Tage wieder deutlich setzen, was sie Aufnahmekapazität weiter erhöhen wird. Grund zur Panik ist derzeit also absolut nicht angebracht!

 

Lawinenverbauung im Lechtal (Foto vom 19.01.2012)

 

Lawinenverbauung oberhalb von Kappl im Paznauntal (Foto vom 24.01.2012)

 

Lawinenverbauung oberhalb von Innsbruck (Foto vom 23.01.2012)

 

Nicht alle Regionen bzw. Hänge sind schneereich...

 

Auch in den schneereichen Regionen Tirols gibt es Bereiche, wo wenig Schnee liegt. Es handelt sich um die ständig vom NW-Wind abgeblasenen Hänge. (Stubaier Alpen, Foto vom 22.01.2012)

 

In Osttirol liegt allgemein weniger Schnee, wobei es dort ein deutliches Nord- Südgefälle bei den Gesamtschneehöhen gibt.

 

Osttiroler Tauern (Foto vom 22.01.2012)

 

Im südlichen Osttirol schaut es weiterhin traurig aus, was die Schneemengen betrifft.

 

Im südlichen Osttirol liegt derzeit am wenigsten Schnee (Foto vom 20.01.2012)

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