Sonntag, 30. Dezember 2012

Einige Eindrücke zur aktuellen Situation

Am 29.12. war es wieder einmal überdurchschnittlich warm. Der Neuschnee der Vortage (im hinteren Ötztal waren es bis zu 60cm, meist zwischen 10 und 30cm) wurde in besonnten Hängen bis zumindest 2500m hinauf feucht, in tieferen Lagen schmolz er dahin.

 
Diesmal kein Regen, sondern Wärmeeinfluss (Nordalpen, Foto vom 29.12.2012)
 
Teilweise gab es sehr gute Sprengerfolge, u.a. am Arlberg. Im Bereich des Gaislachkogels in den Ötztaler Alpen waren diese hingegen eher mäßig.
 
Zur Sicherung der Skigebiete wurde wiederum viel gesprengt, mit teilweise sehr guten Erfolgen (Arlberg, Foto vom 29.12.2012)
 
Die Schneedecke wird in tiefen und mittleren Lagen zunehmend stabil. Man findet dort meist mehrere Eislamellen von Regenereignissen ab dem 15.12. sowie vom Weihnachtstauwetter. Weiterhin ist dort allerdings auf steilen Wiesenhängen auf Gleitschneelawinen zu achten.
 
Schneedecke auf 1550m in den Nordalpen mit Schmelzharschkrusten (Foto: 29.12.2012)
 
Schattseitig bleibt diese zumindest oberhalb etwa 2200m bis 2300m v.a. in einer Linie südlich des Außerferns, der Nordalpen und der Kitzbüheler Alpen aufgrund von eingelagertem, bodennahen Schwimmschnee störanfällig. Kritisch sind dort v.a. die schneearmen Bereiche sowie die Übergangsbereiche von wenig zu viel Schnee. Die Lawinen auf der Scheibenspitze sowie am Zischgeles vom 29.12. wurden in solchen Bereichen ausgelöst.
 
Ein typisches Profil schattseitig oberhalb etwa 2200m (in den Zillertaler Alpen sowie in Osttirol findet man häufiger nur Schwimmschnee; Regenkrusten wurden dort meist schon umgewandelt)
 
Am 29.12. häufig zu beobachten: Lockerschneelawinen aus felsdurchsetztem Gelände:
 
Lockerschneelawine in den Nordalpen (Foto: 29.12.2012)
 
Was es im und mit dem Schnee noch so alles zu machen gibt...
 
Labyrinth...
 
Iglu...

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