Montag, 25. Februar 2013

Frischen Triebschnee beachten! Kurzfristig vermehrter Abgang von Lockerschneelawinen. Strahlung zeigt zunehmend ihre Wirkung

In Osttirol sowie entlang des Alpenhauptkammes schneite es während der vergangenen Tage. Am meisten Neuschnee gab es im südlichen Osttirol mit lokal bis zu 50cm. Die Neuschneehöhe nahm Richtung Norden deutlich ab.
 
 
Entscheidend für die Situation ist jedoch vor allem der teilweise recht kräftige Windeinfluss, der zu umfangreichen Verfrachtungen führte.
 
 
Hier eine Detailansicht des vergangenen Wettergeschehens eines der exponiertesten Bereiche in den Südlichen Ötztaler Alpen.
 
 
Wind verfrachtet den sehr lockeren Neuschnee in größeren Höhen (Foto vom 23.02.2013)
 
Triebschnee lagert schattseitig teilweise auf Oberflächenreif (u.a. Nigg-Effekt) und ist sehr leicht zu stören.
 
Oberflächenreif als Gleitfläche im kammnahen Gelände (Foto vom 23.02.2013)
 
Rissbildung als Warnsignal für die schlechte Verbindung (Foto vom 23.02.2013)
 
Heute am 25.02. sicherlich wiederum ein Thema: Zahlreiche Lockerschneelawinen aus felsdurchsetztem Gelände.
 
Lockerschneelawinen durch Strahlungseinfluss
 
Immer wichtiger wird nun der Strahlungseinfluss. Die Luft ist noch trocken, was noch nicht zu einer massiven Durchfeuchtung der Schneedecke führen wird. In windbeeinflussten, sehr steilen, besonnten Hängen muss dennoch mit spontanen Schneebrettlawinen gerechnet werden. Meist werden diese klein, am Alpenhauptkamm sowie im südlichen Osttirol vereinzelt mittelgroß sein.

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