Mittwoch, 6. März 2013

Föhnsturm führte oberhalb der Waldgrenze zu einer abrupten Verschlechterung der Lawinensituation in steilen Schattenhängen! Ab dem 07.03. wird der Föhn einschlafen. Die Situation bessert sich dann wieder langsam.

Das Prachtwetter hat mit einer kräftigen Südströmung ab dem 05.03. ein vorläufiges Ende.
 
Wolken ziehen von Süden auf (Foto vom 05.03.2013)
 
Auf Tirols Bergen wütet seit dem 05.03. vielerorts ein Föhnsturm.
 
 
Dies führt zu ausgeprägten Schneeverfrachtungen, vermehrt natürlich dort, wo bisher noch lockerer Pulverschnee gelegen ist, also durchwegs in Schattenhängen.
 
Schneefahnen als unverkennbares Indiz für umfangreiche Schneeverfrachtungen. Blick zum Glungezer in den Tuxer Alpen (Foto vom 05.03.2013)
 
Schneeverfrachtungen in den Nördlichen Stubaier Alpen (Foto vom 05.03.2013)
 
Frischer Triebschnee ist v.a. in steilen, bisher windberuhigten und zudem schattigen Hängen besonders störanfällig, weil sich dort bis zum 04.03. noch lockerer Pulverschnee halten hat können. Triebschnee und lockerer Pulverschnee sind zurzeit durchwegs schlecht miteinander verbunden (Schichtgrenzenproblem). Teilweise hat sich während der vergangenen Schönwetterphase mancherorts aber auch Oberflächenreif abgelagert (Schwachschichtenproblem). U.a. wurde wiederum der Nigg-Effekt beobachtet, jenes bereits mehrmals beschriebene Phänomen, bei dem sich kleinräum in unmittelbarer Kammnähe v.a. schattseitig Oberflächenreif ablagert. Die Schneedecke ist dort besonders leicht bereits durch das Gewicht eines einzelnen Wintersportlers zu stören.
 
Ein Skitourengeher löst gerade eine kleine Schneebrettlawine aus. Im Hintergrund sieht man Schneefahnen; Nördliche Stubaier Alpen (Foto vom 05.03.2013)
 
Bei umfangreichen Verfrachtungen sind auch spontane Lawinenabgänge möglich.
 
Spontanes Schneebrett in der Silvretta (Foto vom 05.03.2013)
 

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