Freitag, 17. Januar 2014

Kurzanalyse Lawinenunfall Zwieselbacher Roßkogel am 11.01.2014

Lukas Ruetz, einer unser fleißigsten „Informanten“, war bei der Unfallstelle am Zwieselbacher Roßkogel und schickte uns die hier angeführten Fotos samt der Übersichtskarte.


Die Lawine wurde von einem Skitourengeher im Aufstieg im kammnahen Gelände im sogenannten Walfeskar zwischen Zwieselbacher und Gleirscher Roßkogel ausgelöst. Die Person verletzte sich dabei sehr schwer. Der Anriss war auf ca. 2900m. Direkt am Anriss liegt uns kein Profil vor. Lukas erstellte eines unterhalb des Felsabbruches. Dort war die Schneedecke ziemlich gut verfestigt. Es liegt die Vermutung nahe, dass entweder frischer Triebschnee auf kaltem, lockeren Neuschnee gestört wurde oder aber dort zusätzlich kammnaher Oberflächenreif vorhanden war (Nigg-Effekt). Diesen hat Lukas am 07.01. nordseitig des Zwieselbacher Rosskogels beobachtet. Der sekundäre Bruch erfolgte dann in tieferen Schichten aufgrund der sehr großen Zusatzbelastung des Schneebrettes. (vgl. Lawinenunfall Ruderhofspitze).

Lawinenausmaß samt Aufstiegsspur und Verschüttungsstelle (Foto vom 13.01.2014)

 Der primäre, kammnahe Anrissbereich (Foto vom 13.01.2014)

1 Kommentar:

  1. Sehr perfider Mechanismus. Der Hang und die angelegte Aufstiegsspur sieht auf den ersten Blick gar nicht so falsch und gefährlich aus.

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