Montag, 21. April 2014

Wechselhafte Tage

Das wechselhafte Aprilwetter wirkt sich entsprechend unmittelbar auf die Lawinengefahr aus. Kurzfristig musste man am Wochenende auf frische, störanfällige Triebschneepakete achten. Die zuvor winterlichen Verhältnisse mit tiefen Temperaturen, lockerem Pulver, Neuschnee und Windeinfluss führten zu einem entsprechenden Gefahrenanstieg. Inzwischen ist diese Gefahr durch Strahlungs- und Wärmeeinfluss so gut wie vorbei. Hochalpin, also oberhalb etwa 3000m sind kleine kammnahe Triebschneepakete mitunter noch zu stören.

 

 

 

 

Die Schneequalität hat inzwischen leider auch wieder gelitten. Aus tollem Pulverschnee wurde feuchter, zum Teil schwerer Schnee. Dort, wo es mehr geschneit hat, beobachtete man vermehrt Lockerschneelawinen, die auch während der kommenden Tage nach lokalen Schauern und nachfolgendem Strahlungseinfluss ein Thema sein werden.

 

Lockerschneerutsche im Senderstal (Foto: 20.04.2014)

 

Aufpassen heißt es ansonsten noch im schattigen, sehr steilen Gelände um 2400m. Dort sind derzeit am ehesten Schneebrettauslösungen denkbar, und zwar in einer bodennahen kantigen Schicht vom Frühwinter überall dort, wo diese Schicht erstmals durch Strahlungs- und Wärmeeinfluss durchfeuchtet wird.

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