Mittwoch, 25. Januar 2017

Zunehmende Entspannung der Situation – vermehrte Gefahrenstellen noch in den vom Föhn beeinflussten Gebieten – Altschneeproblem bleibt diffus

Schneedeckenuntersuchungen, Rückmeldungen von Wintersportlern und auch ein Blick auf die während der vergangenen Tage beobachteten Abfahrten zeigen, dass sich die Situation zunehmend bessert. Durch das stabile Hochdruckwetter und die dadurch bedingte vermehrte Abstrahlung der Schneedecke werden oberflächennahe Spannungen innerhalb der Schneedecke zunehmend abgebaut. Die Schneedecke wird von der Oberfläche her immer lockerer – dies gilt derzeit v.a. für Schattenhänge. Zusätzlich lösen sich die in Bodennähe vorhandenen, dünnen Krusten langsam auf. In Bodennähe findet man deshalb immer häufiger eine in sich leicht verkrustete Schicht aus einem Gemisch von Schmelzformen, Schwimmschnee und kantigen Kristallen. Nichtsdestotrotz ist die Gefahr von Schneebrettlawinen, die in bodennahen Schichten brechen können nicht gebannt, einzig die Auslösewahrscheinlichkeit hat abgenommen.

Dies gilt allerdings nicht für die zwischen dem 22.01. und dem 23.01. vom Föhn beeinflussten Gebiete in Tirol. Dort haben sich neue Triebschneepakete gebildet. Der oben erwähnte oberflächennahe Spannungsabbau wurde dadurch wieder zunichte gemacht.


Eine detaillierte Beschreibung der Situation mit viel Bildmaterial folgt spätestens am kommenden Freitag, dem 27.01.2017.

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