Samstag, 21. Januar 2017

Zwischen sicher und gefährlich…

Ein Blick auf die Gefahrenstufenkarte zeigt ein recht unterschiedliches Bild der Lawinengefahr in Tirol: Man findet Bereiche mit geringer, mäßiger und erheblicher Gefahr.


Die Basis für diese Karte sind zahlreiche Schneedeckenuntersuchungen. Erst dadurch erhält man ein gutes Bild über den Schneedeckenaufbau und die Stabilität der Schneedecke.

Die Karte zeigt die in Tirol zwischen dem 06.01. und 20.01. aufgenommenen Stabilitätstests. Die roten Symbole zeigen Profile mit erhöhter Störanfälligkeit. Nicht differenziert wurde hier nach Höhenlage, Hangausrichtung und vorherrschendem Lawinenproblem. Meist handelte es sich jedoch um ein Altschneeproblem oberhalb etwa 1900m. Die Karte wurde von unserem Praktikanten Florian Leitner erstellt.

Fotos sollen die derzeitige Situation nochmals verdeutlichen.

Lawinenabgang am 17.01. unterhalb des Grubengrates in den Südlichen Ötztaler Alpen durch zwei aufsteigende Skitourengeher; 2600m; 45°; Nord; 40mx120m; guter Ausgang (Foto: 17.01.2017)

Lawinenabgang (Ellipse) im Bereich von Skispuren (Pfeil). Südliche Ötztaler Alpen; ca. 2400m, NO (Foto: 20.01.2017)

Lawinenabgang schattseitig unterhalb des Pirchkogels in den Nördlichen Stubaier Alpen; ca. 2600m NO, 40 Grad (Foto: 20.01.2017)

Guter Sprengerfolg unterhalb des Pfaffenbichls in den Tuxer Alpen; Nord; 40 Grad, ca. 2300m (Foto: 20.01.2017)

Abfahrtsspuren in der Maierrinne unterhalb der Nockspitze in den Nördlichen Stubaier Alpen. Nord, 2300m sehr steil…

Das durch den kalten NO-Wind bedingte Triebschneeproblem ist südseitig kein Thema mehr, nur mehr schattseitig im hochalpinen, kammnahen Gelände. Im Bereich des Kreises hat ein Wintersportler am 18.01. eine Lawine abgetreten und fuhr dann ab. (Foto: 20.01.2017)

Neben möglichen Gefahren gibt es auch herrlichen Pulverschnee bei günstigen Verhältnissen…

Unterwegs in der Mieminger Kette auf ca. 2000m. Südseitig ist vermehrt auf kleine feuchte Lockerschneelawinen zu achten (Foto: 20.01.2017)

Herrlicher Pulver in den Kitzbüheler Alpen bei Fieberbrunn (Foto: 21.01.2017)

Die Hauptgefahr in tiefen Lagen geht von möglichen Gleitschneerutschen aus (Foto: 18.01.2017)

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