Montag, 11. März 2013

Details zum tödlichen Lawinenunfall unterhalb des Lafatscher Jochs im Karwendel

Gestern am 10.03. haben wir die Unfallanalyse durchgeführt, während die Rettungsmannschaften samt Lawinenhunden die Suche nach der noch vermissten Frau fortgesetzt haben. Heute am 11.03. versuchen neuerlich Lawinenhundeführer, die Frau aufzufinden.
 
Es hat sich nun bestätigt, dass der Lawinenunfall unmittelbar mit dem Föhnsturm ab dem 05.03. zu tun hatte. Zwei bayrische Skitourengeher wurden offensichtlich am 06.03. vormittags (ihr Telefon loggte sich damals zum letzten Mal in das Netz ein) unterhalb des Lafatscher Jochs von einem Schneebrett erfasst, über Felsen mitgerissen und dort verschüttet.
 
Schneebrettanriss nördlich des Lafatscher Jochs (violett); rote Pfeile zeigen die vermutliche Routenführung samt Absturz und Auffindungsort des sichtbar Totalverschütteten (Kopf war unter dem Schnee, Körperteile sichtbar) Foto vom 10.03.2013

Am Unfallort hat sich inzwischen der Triebschnee von Mitte der Woche perfekt verbunden. (sh. Schneeprofile). Es handelte sich also um eine kurzfristig gefährliche Triebschneesituation.
 
Hier noch weitere Fotos zum Unall und der Suche.
 
Der Lawinenanriss wurde großteils wieder zugeweht (Foto vom 10.03.2013)
 
Die Lawinenschollen oberhalb der Felswand waren bis zu 180cm mächtig (Foto vom 10.03.2013)
 
Der Hubschrauber des Innenministeriums im Einsatz. Im Hingergrund die Sondiermannschaft der Bergrettung
 

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